Bis zu meinem 25. Lebensjahr war für mich eigentlich alles klar: verheiratet sein, zwei Kinder, ein Haus. So stand es in meinem Kopf geschrieben – nur leider nicht von mir.
Fun Fact: Von alldem habe ich heute noch nichts. Kein Ehering, keine Kinder, kein Haus. Und weißt du was? Es fühlt sich absolut richtig an. Denn genau in diesem Punkt beginnt für mich die Geschichte von selbstbestimmtem Leben.
Was ist selbstbestimmtes Leben eigentlich?
Wenn du „selbstbestimmt leben“ googelst, findest du unzählige Definitionen, Checklisten und 10-Schritte-Anleitungen. Für mich ist die Definition eigentlich viel einfacher, als es die meisten Ratgeber machen:
Selbstbestimmt leben bedeutet nicht automatisch selbstständig zu sein oder viel Geld zu verdienen. Es bedeutet, wirklich das zu tun, was du selbst möchtest. Selbst zu bestimmen, wie du dein Leben lebst – und nicht, wie es dir jemand anderes vorschreibt.
Du möchtest ein Haus, heiraten, Kinder? Wunderbar – dann ist genau das richtig für dich, und du bestimmst dein Leben so. Du möchtest CEO des erfolgreichsten Unternehmens der Welt werden? Auch gut – dann ist das deine Entscheidung, und jetzt tu etwas dafür.
Selbstbestimmtes Leben heißt für mich: mein Leben so führen, wie ICH es möchte – und nicht nach der Definition von Erfolg, Glück oder „richtigem Lebensweg“, die mir irgendjemand anderes vorgibt.
Fremdbestimmung schleicht sich meistens leise ein. Nicht als große dramatische Entscheidung, sondern als kleine, ständig wiederholte Annahme:
- Du übernimmst einen Zeitplan für dein Leben, ohne ihn je hinterfragt zu haben („mit 25 verheiratet, mit 30 Kinder, mit 35 das Haus“).
- Deine Ziele fühlen sich mehr nach Pflicht als nach Wunsch an.
- Du triffst Entscheidungen, weil „man das eben so macht“ – nicht, weil du sie wirklich willst.
- Der Gedanke an dein „eigentliches“ Ziel macht dir eher Druck als Vorfreude.
Bei mir war es genau dieser gesellschaftliche Zeitplan im Kopf: Ehe, Kinder, Haus – alles bis 25. Als dieser Zeitpunkt kam und nichts davon eingetreten war, gab es zwei Möglichkeiten: in Panik geraten, weil ich „hinterherhinke“ – oder mich fragen, ob das überhaupt jemals meine eigenen Ziele waren.
Woran du merkst, dass du fremd-bestimmt lebst
Meine persönliche
Geschichte dazu
Die ehrliche Antwort: Ein Teil davon lag daran, dass meine Zeit einfach noch nicht gekommen war. Ein größerer Teil aber daran, dass ich mich dafür schlicht nicht bereit gefühlt habe – weil es nie wirklich mein Plan war, sondern einer, den ich übernommen hatte. Wenn ich ehrlich zurückblicke, hatte ich damals weder den richtigen Partner, noch den richtigen Job, noch – wenn ich an meine aktuelle Situation denke – am richtigen Ort gewohnt. Alles das sollte sich erst noch finden, und zwar genau dann, wenn es dran war.
Ich glaube fest daran, dass nichts ohne Grund passiert. Das Leben, das für uns vorgesehen ist, trägt bereits die Wünsche und Gedanken in sich, die wir im Kopf haben – wir haben sie in gewisser Weise in unserer Zukunft schon. Man muss sich nur darauf einlassen und alles dafür tun, dass sie Wirklichkeit werden.
Heute weiß ich: Irgendwann möchte ich Kinder haben. Aber aktuell steht meine Karriere klar im Fokus. Mein selbstbestimmtes Leben sieht so aus: eine erfolgreiche Personal Brand aufzubauen, die Menschen unterstützt und ihnen hilft. Meine Familie so oft zu sehen, wie ich es möchte – und nicht, wie es mir ein Job vorschreibt. Finanzielle Freiheit und die Zeit zu haben, die Welt zu sehen. Die Familienplanung steht dabei bewusst etwas weiter hinten – nicht, weil ich sie nicht will, sondern weil gerade andere Dinge dran sind.
Ein Haus möchte ich übrigens trotzdem irgendwann. Nur wo es stehen wird, weiß ich ehrlich gesagt überhaupt nicht. Vielleicht im Ausland, direkt am Meer. Who knows? Und genau das ist für mich der Punkt: Ich muss es heute noch nicht wissen. Ich darf es mir erlauben, offen zu bleiben.
So gestaltest du dein Leben bewusster selbstbestimmt
Wenn ich dir aus meiner eigenen Erfahrung ein paar Gedanken mitgeben dürfte, dann diese:
- Werde dir klar, ob deine Ziele wirklich DEINE Ziele sind – oder ob es Ziele sind, die dir jemand vorgelebt oder im schlimmsten Fall sogar vorgeschrieben hat.
- Konzentriere dich auf deine eigenen Wünsche und tu alles dafür, dass sie wahr werden – statt Energie in Ziele zu stecken, die eigentlich gar nicht deine sind.
- Nimm dir bewusst Zeit und Fokus. Geh in dich, und horche wirklich hin, wie deine Welt aussehen soll – nicht, wie sie aussehen „sollte“.
- Manifestiere und meditiere. Gib deinen Wünschen Raum, statt sie im Alltagstrubel zu verdrängen.
- Stell dir dein selbstbestimmtes Leben konkret vor – und lebe schon jetzt ein Stück davon, als hättest du es bereits. Nicht erst „wenn“, sondern schon „während“.
Selbstbestimmt leben ist kein Zustand, den du an einem bestimmten Tag erreichst. Es ist eine Entscheidung, die du immer wieder neu triffst – so wie ich sie für mich getroffen habe, als ich gemerkt habe, dass mein 25. Lebensjahr ganz anders aussah, als ich es mir mal „vorgeschrieben“ hatte.
Mein Fazit für dich
Es gibt keinen richtigen oder falschen Zeitpunkt für Ehe, Kinder, ein Haus oder eine Karriere. Es gibt nur die Frage: Ist das, was du gerade anstrebst, wirklich dein Wunsch – oder der von jemand anderem?
Wenn dich diese Frage gerade selbst beschäftigt, dann bist du hier genau richtig. Falls du magst, lies auch, wie meine eigene Reise dahin aussah – oder trag dich in meinen Newsletter ein, damit du keinen neuen Beitrag rund um Persönlichkeitsentwicklung und selbstbestimmtes Leben verpasst.
Wie sieht dein selbstbestimmtes Leben aus? Schreib es mir gerne in die Kommentare – ich bin richtig gespannt darauf.



